Wieso? Weshalb? Warum? Hier steht's geschrieben!

Die wichtigsten Antworten auf die häufigsten Fragen unserer jungen Patienten und ihrer Eltern

Kieferorthopädische Maßnahmen sind für mich und meine Mitarbeiter Routine. Für unsere Patienten aber "Neuland". Es ist also völlig normal, dass es viele Unklarheiten, Sorgen und Fragen gibt. Die wichtigsten Antworten auf die häufigsten Fragen unserer jungen Patienten und ihrer Eltern haben wir an dieser Stelle aber schon einmal für Sie zusammen gestellt.

Das interessiert nicht nur die Kinder

Mein Kind hat Angst eine dieser Spange tragen zu müssen die außerhalb des Mundes befestigt werden. Gibt es da nicht Alternativen?

Die Spange, die ihr Kind oder Sie vor Augen haben – das sogenannte Headgear – wird in meiner Praxis nicht verwendet. Moderne Komfortapparate ersetzen die nicht nur bei Kindern unbeliebte Außenspange in den meisten Fällen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung meines Kindes?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr ein Großteil der Kosten, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Die Höhe der Kostenbeteiligung der Krankenkassen hängt maßgeblich vom Schweregrad der Zahn-/Kieferprobleme ab – die sogenannte KIG-Einstufung.

Gibt es die unsichtbaren Spangen eigentlich auch für Kinder?

Ja, Lingualbrackets (auf der Innenseite der Zähne, bzw. zungenseitig) oder die transparenten Schienen könnten prinzipiell auch von Kindern getragen werden. Da bei Kindern der Wachstumsprozess aber noch in vollem Gange ist, raten wir hier eher zur klassischen herausnehmbaren oder zur festen Spange mit Keramikbrackets. Diese profitieren sehr viel stärker vom natürlichen Wachstumsprozess bei Kindern.

Mein Kind hat noch die Milchzähne, macht da eine Spange trotzdem schon Sinn?

Das kommt auf den konkreten Einzelfall an. In bestimmten Fällen kann eine Behandlung aber auch trotz Milchgebiss notwendig oder sinnvoll sein (z.B.: bei hochgradigem Platzmangel für die bleibenden Zähne, ausgeprägter Kieferfehlstellung, u.a.).

Mein Kind trägt seit ein paar Tagen eine Spange und spricht jetzt irgendwie undeutlich. Kann das sein?

Das kann in den ersten Tagen nach dem Einsetzen der Spange gelegentlich vorkommen, ist aber kein Grund zur Sorge. Nach einer kurzen Phase der Umgewöhnung normalisiert sich der Speichelfluss wieder, Lippen und Zunge haben sich auf den ›Fremdkörper‹ im Mund eingestellt. 

Sollte das Problem jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen, kann man über alternative Behandlungmethoden oder unterstützende Maßnahmen nachdenken. Wir beraten Sie gerne.

 

Das wollen Jugendliche und junge Erwachsene wissen

Eine Spange tut doch bestimmt weh?

Die Wirkung einer Spange besteht im Wesentlichen darin, dass sie kontrollierten Druck bzw. Zug auf die Zähne ausübt, um diese nach und nach in die korrekte Position zu rücken. Dieser leichte Druck und der zunächst ungewohnte Fremdkörper im Mund können in der Anfangsphase als unangenehm empfunden werden, selten jedoch mit Schmerzen einhergehen. In diesem Fall kann kurzzeitig ein leichtes Schmerzmittel eingenommen werden.

Kann ich mit der Spange ganz normal küssen?

 

Natürlich. Mit einer Spange kann man ganz normal küssen. Nur wenn beide Partner Spange tragen, sollte man darauf achten, dass man sich nicht versehentlich ›verheddert‹.

Darf ich mit einer Spange Sport treiben?

 

Lose Spangen nimmt man für die Dauer der sportlichen Betätigung grundsätzlich heraus. Aber auch wer eine festsitzende Spange trägt, muss keinesfalls auf seinen oder ihren Lieblingssport verzichten. Speziell für körperbetonte Sportarten, wo das Tragen eines Mundschutzes ohnehin obligatorisch oder empfohlen ist, gibt es an die Bedürfnisse von Spangenträger/innen angepasste Mundschutze.

Ich spiele ein Blasinstrument. Kann ich das auch mit der Spange noch?

Das Spielen des Instruments wird sich in der ersten Zeit nach dem Einsetzen der Spange irgendwie ›anders‹ anfühlen. In der Regel gewöhnt sich der Mund jedoch sehr schnell an die Spange. Bei Blasinstrumenten mit Lippenansatz kann die Eingewöhnungsphase länger dauern. Bei Empfindlichkeit auf den Lippen hilft hier das Auftragen von Schutzwachs auf die Brackets. 

Darf ich mit einer Spange eigentlich alles essen, was ich mag?

Keine Sorge, wer eine Spange trägt muss seine Ernährung nicht groß umstellen, darf im Prinzip weiter essen wie bisher auch. Vorsichtig sein sollte man allerdings beim Verzehr von sehr harten Nahrungsmitteln (Nüsse, Möhren, etc.) da diese die Drähte der Spange verbiegen könnten. Im Zweifel also besser kleinschneiden als herzhaft zubeißen. Vermeiden sollte man zudem Kaugummis und andere sehr klebrige Nahrungsmittel. Ansonsten gilt wie auch für alle Nicht-Spangenträger: Stark Zuckerhaltiges schadet auf Dauer den Zähnen.