Häufig auftretende Fehlstellungen

Bei Zahnfehlstellungen handelt es sich um Abweichungen der regulären Position der Zähne auf dem Zahnbogen. Einzelne oder mehrere Zähne können gekippt,  gedreht oder verlagert sein. Dabei können einerseits Engstände entstehen, bei denen sich mehrere Zähne überlappen und andererseits größere oder kleinere Lücken durch Verschiebungen oder genetisch bedingte Nicht-Anlage einzelner Zähne auftreten. Zähne werden als verlagert bezeichnet, wenn sie sich außerhalb des eigentlichen Zahnbogens befinden. Im Wechselgebiss sind davon besonders häufig die Eckzähne betroffen, siehe Foto.

Verlagerte Eckzähne im Wechselgebiss [F]

Verlagerte Eckzähne im Wechselgebiss [F]

Von Kieferfehlstellungen spricht Ihr Kieferorthopäde Dr. Tegethoff in Kronberg, wenn die Form, die Lage oder die Größe der Kiefer nicht regelrecht sind. Die Kiefer können dabei zu schmal, zu klein, zu breit oder zu groß, aber auch nach vorne oder hinten verlagert sein. Mit Kieferfehlstellungen einhergehen in den meisten Fällen auch Zahnfehlstellungen und Okklusionsstörungen (Bissstörungen).

Die häufigsten Ursachen für Fehlstellungen sind Gewohnheiten, sogenannte „Habits“, vorzeitiger Milchzahnverlust und familiäre Veranlagung (Vererbung).

Zahn- und Kieferfehlstellungen, die auf Habits zurückzuführen sind, gelten als “erworben“. Zu den häufigsten Habits gehört das Daumenlutschen im Kleinkind- und Kindesalter. Es wird aber nicht nur am Daumen gelutscht – auch das gewohnheitsmäßige Kauen auf Lippen, Wangen, Haaren oder Stiften kann auf Dauer Zahnfehlstellungen zur Folge haben. Erwachsene sind hiervon ebenso betroffen wie Kinder.

Bei der habituellen (gewohnheitsmäßigen) Mundatmung atmen die Patienten dauerhaft, eventuell aufgrund behinderter Nasenatmung, vorwiegend durch den Mund. Die Mundschleimhaut trocknet dadurch aus und das Kariesrisiko steigt. Außerdem liegt bei geöffnetem Mund die Zunge nicht am Gaumen an, sondern ruht im Unterkiefer. Durch den fehlenden Druck auf den Gaumen kann diese Gewohnheit zu Wachstumsverzögerungen des Oberkiefers führen.

Der vorzeitige Milchzahnverlust ist ein weiterer wesentlicher Faktor in der Begünstigung der Entwicklung von Zahn- und Kieferfehlstellungen. Von einem vorzeitigen Verlust sprechen Ihre Zahnärzte und Kieferorthopäden, wenn der Milchzahn mindestens ein Jahr vor dem Durchbruch seines Nachfolgers verloren geht. Für das Risiko einer darauf basierenden Fehlstellung durch Wanderung der verbliebenen Zähne  ist es unerheblich, ob der Zahnverlust einem Kariesdefekt oder einem Unfall zuzuschreiben ist. Verliert Ihr Kind einen oder mehrere Milchzähne vorzeitig, stellen Sie es bitte in unserer Kronberger Praxis vor. Wir können Sie beraten, ob eine Apparatur zum Erhalt der entstandenen Lücke notwendig ist.

Zahn- und Kieferfehlstellungen stellen sowohl ein ästhetisches als auch ein funktionales Problem dar. Durch erschwerte Zahnhygiene bei Zahnengständen steigt das Risiko, an Karies oder Parodontitis zu erkranken. Die Fehlbelastung der Zähne und der Kiefergelenke können zu Schmerzen und ungleichmäßiger Abnutzung und Muskelverspannungen führen. In sehr ausgeprägten Fällen funktionieren auch das Kauen und Sprechen nur noch eingeschränkt. Asymmetrien zwischen Ober- und Unterkiefer beeinflussen das gesamte Gesichtsprofil.